KULTur im LeipzIGER OSTEN_Dezember 2013

„O magnum mysterium“ – mit dem Leipziger ensemble avelarte

Das Weihnachtsprogramm steht ganz im Zeichen der weihnachtlichen Stimmung. Es erklingen alte und neue geistliche und weltliche Weihnachtsliedsätze sowie anheimelnde aber auch heitere Geschichten und Gedichte zur Weihnachtszeit.

ensemble avelarte

ensemble avelarte

Obwohl es seinem Ursprung nach ein christliches Fest ist, gilt Weihnachten in vielen Teilen der Welt selbst für Nichtchristen wohl als das wichtigste Fest des Jahres. So ist zwar das vielbeschriebene magnum mysterium, die Geschichte von der Geburt Jesu Christi, als wunderumgebenes Symbol für die Ankunft und Menschwerdung Gottes für viele Menschen nicht unmittelbar von Bedeutung, dennoch schätzen auch sie angesichts der Hektik und des Trubels des Vorweihnachtsalltages den wunderhaft und geheimnisvoll scheinenden Nimbus des Festes.

Passend zu unserer Empfehlung der Theaterinszenierung „Der heilige Franziskus“ über die Geschichte des Wohltäters Franz von Assisi mit der Gruppe WunderbunTd und einer sehr ansprechenden Vertonung in Symbiose mit der Musik Rio Reisers bieten wir in der besinnlichen Vorweihnachtszeit die Möglichkeit, in unseren Räumen und damit direkt vor Ihrer „Haustür“ ein berührendes und bewegendes Programm mit dem ensemble avelarte zu genießen.

Nutzen Sie die Möglichkeit der Voranmeldung direkt in unserem Haus in der Waldbaurstr. 2a in Leipzig oder unter Tel. 0341.244 144, gern auch per e-mail kultur@bestattungsdienst-hoensch.de.

Wann: 14. Dezember 2013, 15:00 Uhr
Wo: Im Veranstaltungssaal des Bestattunghauses Hoensch in der Waldbaurstr. 2 a (hinter dem Parkplatz vom Einkaufszentrum)

Der Eintritt ist frei.

Foto und (teilw.) Text: ensemble avelarte

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Traurige Kindermärchen zum Buß- und Bettag.

Zusätzlich im Programm:

Traurige Kindermärchen zum Buß- und Bettag – in sechs Sprachen gelesen.

Programmflyer

Programmflyer

Sechs Vorleser unterhalten sich über Trauerrituale und trauernde Kinder, in sechs Kulturkreisen.

Mit Alexandra Räsack (russisch), Ewgenia Dobreva (bulgarisch), Mona Ragy Enayat (arabisch), Nahil Kapisiz (türkisch), Luu Huu Nguyen (vietnamesisch) und Stefan Seidel (deutsch).

Für Kinder und Erwachsene ohne Alterbeschränkung.

Wann: Mittwoch, 20. November 2013, 16:00 Uhr
Wo: Bunte Büchothek, Konradstr. 60a, Leipzig

Kunderbunt mit WunderbunTd

Olli musste auf seinen Schönheitsschlaf zur Mittagszeit verzichten.
Denn Frau Dings und Herr Blechschmidt waren pünktlich um Drei auf der Bühne, wo das junge Publikum bereits ungeduldig auf seinen Stühlen hin- und herrutschte.

Bilder-Buch-Konzert

Bilder-Buch-Konzert

Zu Gast in Leipzig waren die wunderbunTden Geschichtenlieder, zumeist aus der Feder von Isolde und Jens Lommatzsch, aus dem Winter-Wunder-Land Erzgebirge. Wer das musikalische Pupppentheater und die tönenden Geschichten hinter den Liedern verpasst hat, der kann sich auf wunderbuntd.de informieren, ob nicht irgendwann in der nächsten Zeit vielleicht doch ein Termin in der Nähe ist. Verpassen sollte man es jedenfalls nicht.
Text und Fotos: (c)casus. 2013
Die Fotos anklicken, um sie in etwas besserer Auflösung anzusehen.

Das Sterben der Anderen.

Wir sind länger tot als lebendig auf dieser Erde.
Eine Aussage, die wohl bedenkenlos unterschrieben werden kann.
Wir richten uns zu Lebzeiten auf dem Globus oder in seiner nahen Umgebung ein.
Für das Leben „danach“ oder den Tod nach dem Leben treffen wir in der Regel keine Vorsorge. Warum auch? Wir wissen nicht, was wir benötigen, ob wir etwas benötigen.
Wir sind länger tot als lebendig.

Das Sterben der Anderen.

Das Sterben der Anderen.

Das letzte Wochenende ließ mal schon einige zaghafte Andeutungen raus, was uns im nahenden Herbst und dem darauffolgenden Winter bevorstehen wird. Kalt war’s, nass, einfach nur ungemütlich. Mit ein paar Auflockerungen zwischendurch.
Kein Wetter für Menschen im Grenzbereich von Gesund und Altersschwach.
Der Mensch wächst durchaus in großen Toleranzen auf, aber es kann auch ganz schnell gehen. Wie bei Omi Schultz*.
Über Nacht hat sie Lebwohl gesagt. Niemand in der Nähe. Niemand, der ihr die Hand gehalten hat. Sie ist allein gegangen. Erst heute früh haben wir die Familie erreicht.

Tochter und Sohn müssen mit der beginnenden Woche auf Arbeit erscheinen, die Enkel wohnen weit weg. Omi Schultz ist bei uns gut aufgehoben. Wir kümmern uns, bis die Lebenden ihren Plan auf dieser Erde umgestellt haben.
An das Sterben der Anderen.

©casus. 2013
Foto: casus (am Elster-Saale-Kanal, gestern 3. Nov. 2013)