Jürgen Hoensch (†2014) – Danksagung


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KULTur im LeipzIGER OSTEN am 4. Oktober 2014

04.10.2014 – ZELINKA in concert – feat. Harm Bengen

Rock und Roll im Stadtkaffee ist wie Blues am Ostseestrand und – ja, wer hätte das gedacht, wie Zelinka in unseren Heiligen Hallen.
Am 4. Oktober sind die Gitarreros der Leipziger Band um Bernd Fleischer unser Gast und Ihr Konzerthighlight im Leipziger Osten.

Fleischer, dessen Gitarre den Sound so mancher Formation bestimmte und der Ende der 80er nicht nur Berluc prägte hat sich in seinem aktuellen Projekt mit Torsten Großmann am Bass und Kay Rohr am Schlagwerk zusammengetan. Herausgekommen ist ein rock-jazz-funk-bluesiger Musikstil, der den Nerv vieler Musikliebhaber prägt. Was hier nach viel Glück aussieht, ist das Ergebnis harter Arbeit.

Lange haben wir versucht, ihn nach Leipzig zu locken. Was bei einem Nord-Menschen ja nicht ganz so einfach ist! Doch am 4. Oktober können Sie ihn live erleben, ihn, den viele von uns aus aktuell-politischen und täglichen Veröffentlichungen in Tageszeitungen und Web-Portalen nur an seiner Pinselführung und seiner beißenden Satire erkennen. Harm Bengen, einer der beliebtesten Cartoonisten Deutschlands.
Beispiel gefällig?

Wer also jetzt gespannt darauf ist und auch wer Zelinka und den Ausnahme-Cartoonisten Harm Bengen an einem Tisch erleben möchte – dazu ist Gelegenheit.

Sie sind herzlich willkommen, der Eintritt ist FREI.
60 Plätze sind vorhanden, Vorbestellungen angebracht.

Termin:
Am Sonnabend, 4. Oktober 2014 ab 15:00 Uhr.
Bestattungshauses Hoensch.
Waldbaurstr. 2a in Leipzig
(hinter dem Parkplatz vom Netto-Einkaufszentrum).

Casus. 2014

Wer möchte einen Body Bag auf dem Rücken tragen? Als Bestatter würde ich etwas verkehrt machen!

Stefan Seidel

In der LVZ und im Südkurier fand ich zwei gleichlautende Artikel zum Thema „Eine Sprache, die keine ist“, deren Inhalt mir sehr aus dem Herzen sprechen.

Darin heißt es:

“ Was englisch klingt, muss nicht immer englisch sein. Wörter wie Handy wurden in Deutschland erfunden.

Die Touristin aus Oldenburg verstand die Welt nicht mehr. Eine Baseball-Mütze wollte sie, und wieder und wieder fragte sie den Verkäufer in Manhattan nach einem Basecap. Doch der guckte sie nur fragend an. Ja, redete denn der Amerikaner kein Englisch? Doch, tat er. Sie aber nicht – zumindest nicht beim entscheidenden Wort. Basecap ist ein typisches englisches Wort, das gar kein Englisch ist. Die deutsche Erfindung ist eines in einer ganzen Reihe von vermeintlich englischen Wörtern, die nur Deutsche kennen. Und die Verwirrung ist oft sehr groß.

ENGLISCH MADE IN GERMANY

  • Handy: Der deutsche Begriff für Mobiltelefon bedeutet für Amerikaner soviel wie „geschickt“.
  • Basecap: Die Mütze heißt im Englischen „Base Ball Hat“ oder „Base Ball Cap“
  • Box: Im Englischen ist „box“ das Wort für „Kasten“. Ein Lautsprecher ist es nur im Deutschen.
  • Castingshow: In den USA wird sie „Talent Show“ genannt.
  • Beamer: Englischsprachige nennen ihn „Projector“. In den USA gibt es den Begriff „beamer“ zwar auch. Allerdings hat er dort eine andere Bedeutung: Dort steht das Wort im Slang für den BMW.
  • Ego-Shooter: In den USA heißt diese Form von Baller-Spielen „First Person Shooter“
  • Fitness Studio: Es wird in den USA schlicht „Gym“ genannt.
  • Kicker: Bei diesem Wort ist es genau umgekehrt. Denn in den USA nennt man die Kästen für Tischfußball auch „foosball“ – eingeschleppt aus dem Deutschen.
  • Oldtimer: In Deutschland sind damit alte Autos gemeint. Im Englischen wird als Oldtimer eher ein alter Mann bezeichnet.
  • Outing: In Amerika ist ein Outing zwar manchmal eine Entlarvung, meistens aber ein Ausflug.
  • Public Viewing: So heißt im Englischen eine Leichenfeier mit offenem Sarg.
  • Shootingstar: So werden Sternschnuppen genannt, die schnell verglühen.
  • Show- oder Talkmaster: Die Gastgeber einer Sendung heißen in den USA schlicht „Host“.
  • Twen: So heißen nur in Deutschland Menschen zwischen 20 und 30 Jahren.

Puristen ärgern sich über diese Wörter, die in die Rubrik Pseudo-Anglizismus fallen. Dabei können Engländer und Amerikaner gar nichts dafür – sie ahnen nicht einmal, welche sprachlichen Eier sich die Deutschen selbst ins Nest legen. Oldtimer und Happy End, Beamer und eben Basecap – so etwas gibt es im Englischen gar nicht, oder es bedeutet etwas völlig anderes. Beamer ist Slang für etwas sehr deutsches: Einen BMW. Der Projektor heißt in den USA schlicht Projector. Und Basecap? Ist eine Zierleiste aus dem Baumarkt.

Das erfolgreichste Wort dieser Art ist Handy. Untersuchungen haben ergeben, dass das Wort in Deutschland längst die häufigste Bezeichnung für ein Mobiltelefon ist. Im Grunde ist es kein Wunder, ist das Wort doch kurz und prägnant – aber eben falsch. Denn wenn es ein deutsches Wort ist, müsste man es eigentlich Händy schreiben. Derartige Versuche gab es sogar, sie sind aber längst Geschichte. Der englische Unterhalter Stephen Fry bringt auf der Insel immer noch Menschen zum Lachen, in dem er auf Deutsch fragt „Wo ist mein Handy?“. Deutsche gucken verwirrt. Was ist daran denn falsch?

Englisch fühlt sich oft besser an. „Viele Deutsche haben das Bedürfnis, zur Benennung der Welt nicht ihre eigene Sprache, sondern die ihrer Kolonialherren zu verwenden“, poltert der Vorsitzende des Vereins Deutsche Sprache, Walter Krämer. „Die Londoner Times hat das als ,linguistic submissiveness‘ (sprachliche Unterwürfigkeit) bezeichnet. Wenn man bösartig wäre, könnte man Arschkriecherei sagen.“ Gegen die Übernahme fremder Ausdrücke sei nichts einzuwenden – wenn sie sinnvoll sei. „Davon kann aber im Verhalten der Deutschen zum Englischen überhaupt keine Rede sein.“ Es sei eine Flucht: „Für viele ist ihr Denglisch eine Art selbstgemachter Kosmopoliten-Ausweis nach dem Motto „Lieber ein halber Ami als ein ganzer Nazi“. Dabei können die vermeintlich englischen Wörter zuweilen für große Verwirrung sorgen.

Millionen Deutsche amüsieren sich beim Public Viewing? In Amerika ist Public Viewing die Aufbahrung von Leichen im offenen Sarg.

Da passt der Body Bag – ein Begriff, mit dem ein Händler ernsthaft einen Rucksack anpries. In den USA ist der Body Bag aber schlicht ein Leichensack. „Viele Pseudo-Anglizismen sind so integriert, dass man sie gar nicht mehr sieht“, sagt der Sprachwissenschaftler Joachim Grzega. „Showmaster wurde von Rudi Carrell erfunden, zappen für umschalten kennen nur wir Deutschen, aber der Hometrainer“ hat es sogar ins Niederländische geschafft.“ Andere könnten dies allerdings auch: Franzosen und Italiener etwa sagten Footing zu dem, was auf gut Deutsch Jogging heißt. Die Schuldigen sieht Grzega gerade in der Werbung. „Da haben uns Leute klipp und klar gesagt: Uns ist egal, ob das Quatsch ist, aber es klingt cool.“ „Ich war sehr verwirrt, als ich meine Schüler nach ihren Berufen fragte“, erzählt Cindy Grant. Die New Yorkerin gibt in Kassel einen Erwachsenen-Kurs für Englisch, und eine Schülerin sagte stolz, dass sie Streetworkerin sei. In Amerika ist das fast gleich klingende Streetwalker die Umschreibung für eine Prostituierte. Auf Grants verwirrten Blick hin sagte die Sozialarbeiterin stolz, dass der Job ihr ganzes Leben sei und sie ihn mit voller Hingabe den ganzen Tag mache. „Ich dachte erst: Wow, dass die Europäer da offener sind, wusste ich, aber das … Wow!“ Erst ein Mitschüler mit Amerika-Erfahrung löste das Missverständnis auf.“

Quelle: http://www.suedkurier.de/nachrichten/panorama/weltspiegel-themensk/Eine-Sprache-die-keine-ist;art1003205,6583031