Totentanz

Gevatter Tod holt sich die, die er haben will!

Seit den Totemkulthandlungen früher Menschheitskulturen bereichern Totentänze die menschlichen Vorstellungswelten. Aber erst im frühen 15. Jahrhundert entstanden bilderbuchartige Totentanzdarstellungen wie zum Beispiel die bekannten Baseler oder Lübecker Totentänze. Seit diesen Darstellungen zieht sich der „Dance marcabre“ als ein roter Faden durch die nachfolgenden Kulturepochen wie dem Barock, der Aufklärung, dem Impressionismus wie bei den Malern Louis Corinth, bei Max Klinger mit urinierendem Skelett bis hin zu Zeugnissen zeitgenössischer Kunst wie z.B. bei Daniel Richter. Im vergangenem Wagner – und diesjährigem Straußjahr schwelgt die Musik in dramatischen Todestaumeln und in tödlichen Vorahnungen. Der Doppelgänger und Totesengel steht sowohl für ein apokalyptisches Gleichnis als auch für vanitashafte Erziehung des gesellschaftlichen Wesens Mensch ein.
Das alljährliche okkulte Treiben der Gothik – Anhänger in Leipzig wirkt dagegen weniger essentiell. Die Diskussionen um die Ablehnung des neugemalten Lübecker Totentanzes im Jahre 2004 als Ersatz für den beim kriegsbedingten Bombardement verbrannten historischen Tanz zeigt die ungebrochene Brisanz des Themas.
In der Vorstellung im Bestattungshaus ging es um moderne Bezüge zum Thema, dessen Spannbreite die Philosophie, Politik, Kunst, Sexualität, Gastrosophie, den Vanitasgedanken und die Lebensinhaltsfrage umfasst.
Frau Dr. Timm vom Arbeitskreis für Vergleichende Mythologie e.V. und Frau Slabon, Berufstänzerin im Ballett der Oper Leipzig, referierten, lasen, zeigten und tanzten abwechselnd für Sie zu diesem interessanten und aktuellen Thema.

Stefan Seidel

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Vortragsreihe zu Betreuungsvollmacht, Patientenverfügung und Bestattungsvorsorge

Am 4. Novenber 2014 trafen sich ca. 30 Bürger im Rahmen der Gesundheitswoche im Pösna-Park bei Leipzig zur Sprechstunde zu den Themen Patientenverfügung, Betreuungsvollmacht und Bestattungsvorsorge.
Drei Sachverständige referierten, beantworteten Fragen und regten danach zu individuellen Gesprächen an. Die Löwen-Apotheke im Einkaufszentrum hatte langfristig den Abend vorbereitet, intensiv Werbung gemacht und den Kreis der Interessierten so zahlreich mit Voranmeldungen gebunden. Der Erstkontakt zwischen mir, Herrn Seidel von der Firma Hoensch, und Herrn Sauter, Leiter der Löwen-Apotheke, entstand vor über einem Jahr bei einem gemeinsamen Unternehmerstammtisch im Seniorenheim AZURIT in Gohlis. Alle Beteiligten waren sich einig, dass diese Veranstaltungsreihe nach Möglichkeit über andere Apotheken in weiteren Einkaufsmärkten fortgeführt wird.
Vorsorge mit Löwenapotheke

Totentanz

TOTENTANZ

Seit den Bilderschriften des frühen Mittelalters begleiten Totentänze die menschlichen Vorstellungswelten. Max Klingers urinierendes Skelett in Leipzig führt weiter bis zu Zeugnissen zeitgenössischer Kunst. Im vergangenem Wagner – und diesjährigen Straußjahr schwelgt die Musik in dramatischen Todestaumeln und in tödlichen Vorahnungen. Das okkulte Treiben der Gothik-Anhänger wirkt dagegen weniger essentiell. Die Ablehnung des neugemalten Lübecker Totentanzes im Jahre 2004 als Ersatz für den beim kriegsbedingten Bombardement verbrannten historischen Tanz zeigt die ungebrochene Brisanz des Themas. In der Vorstellung im Bestattungshaus geht es um moderne Bezüge zum Thema, dessen Spannbreite die Philosophie, Politik, Kunst, Sexualität, Gastrosophie, Vanitasgedanken und die Lebensinhaltsfrage umfasst.
Frau Dr. Timm vom Arbeitskreis für Vergleichende Mythologie e.V. und Frau Slabon, Berufstänzerin im Ballett der Oper Leipzig, referieren, lesen, zeigen und tanzen abwechselnd für Sie zu diesem interessanten und aktuellen Thema.
Zeit: Samstag, den 8. November 2014, um 15 Uhr
Ort: Feierhalle des Bestattungshauses Hoensch,
Waldbaurstraße 2a, 04347 Leipzig

Telefon: 0341 244144

Drehbuch:
1. Begrüßung: Herr Seidel vom Bestattungshaus Hoensch
2. Tanz 1 zur Einführung: Frau Slabon
3. Der Tod tanzt – Lesung und Vortrag mit Bildpräsentationen: Dr. Constance Timm
4. Literarische Überleitung zum 2. Tanz „Der Tod und das Mädchen“
5. Tanz 2: Frau Slabon
6. Der Tod tanzt II – Lesung und Vortrag mit Bildpräsentationen: Dr. Constance Timm
7. Literarische Überleitung zum 3. Tanz „Toten-Tanz“
8. Tanz 3 zum Abschluss: Frau Slabon

Wir freuen uns auf Ihr Kommen! Eintritt frei!